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Was ist Malaria?

7th January 2020

Malaria ist eine der gefährlichsten Reiseinfektionskrankheiten. Es handelt sich hierbei um eine parasitäre Erkrankung, welche durch die Anopheles-Mücke, eine Gattung der Stechmücken, übertragen wird. Es wird zwischen fünf verschiedenen Malaria-Erregern unterschieden, welche auch als Plasmodien bezeichnet werden und verschiedene Arten der Erkrankung verursachen. Die häufigsten Malaria-Infektionen finden täglich zwischen 22:00 – 02:00 Uhr statt. Die Malaria ist nicht ansteckend und kann somit nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Nach Angaben des WHO (World Malaria Report 2018) werden jährlich 219 Millionen Erkrankungsfälle und davon 435.000 Todesfälle aufgezeichnet, welches 1.200 Todesfälle pro Tag bedeutet. Hiervon werden 500 bis 600 Malariafälle jährlich in Deutschland gemeldet. Hiervon werden 90% der betroffenen in Afrika infiziert. Die häufigste Erkrankung hierbei ist die Malaria tropica und an zweiter Stelle Malaria tertiana. Immer mehr Deutsche bereisen Länder wie Südafrika, Namibia, Thailand und Vietnam und sollten einen ausreichenden Schutz gegen Malaria berücksichtigen.

Symptome der Malaria

Die Inkubationszeit der Malaria beträgt zwischen 6 Tagen und mehreren Monaten, manchmal auch Jahre, weshalb die Symptome nicht immer mit Malaria in Verbindung gebracht werden. Typische Symptome der Malaria gleichen der einer Grippe und beinhalten:

  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Schüttelfrost
  • Selten Erbrechen und Durchfall

Des Weiteren kann es zu einer Vergrößerung der Leber und Milz und Blutbildveränderung, sowie Schmerzen im rechten Oberbauch führen.

Es können jedoch auch folgende lebensgefährliche Symptome der Malaria auftreten, bei der von einer Malaria tropica gesprochen wird: Kurzatmigkeit, Krampfanfälle, Organversagen, Blutgerinnsel, Blutarmut, unregelmäßiger Fieberverlauf, Bewusstseinsstörungen und Leistungsschwäche.

Sie sollten bei Verdacht auf Malaria unbedingt eine ärztliche Diagnose stellen lassen. Es sollte bis zu 2 Jahre nach Aufenthalt in einem Malariagebiet an eine Malaria-Infektion gedacht werden, wobei Ihre Mithilfe bei einer ärztlichen Untersuchung benötigt wird.

Malaria-Erreger

Es handelt sich bei der Malaria um eine parasitäre Erkrankung und nicht um eine Virus-Erkrankung, wie von vielen Menschen vermutet wird. Es handelt sich bei den Erregern der Malaria um 5 verschiedene Plasmodien:

  • Plasmodium malariae
  • Plasmodium ovale
  • Plasmodium vivax
  • Plasmodium flaciparum
  • Plasmodium knowlesi

Diese Erreger werden über den Speichel einer weiblichen Anopheles-Mücke übertragen. Die Plasmodien werden über die Blutbahn in die Leberzellen des Menschen geleitet, wo sie sich teilen und vermehren. Nach 1 bis 2 Wochen haben die Malaria-Erreger, Sporozoiten, die Leberzellen so stark befallen, dass sie diese zum Platzen bringen. Dadurch gelangen die Zellen wieder in die Blutbahn, in der sie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen und ebenfalls zum Platzen bringen, was die Malaria-Symptome auslöst.

Plasmodium malariae

Plasmodium malariae löst eine Form der Malaria, Namens „Malaria quartana“ aus und ist meist eine harmlos verlaufende Form der Malaria. Sofern Sie kein geschwächtes Immunsystem haben, sollte hier keine Lebensgefahr bestehen.

Dieser Erreger kommt häufig in der Sahara in Afrika, im Regenwald am Amazonasbeckens in Südamerika und in Südostasien vor.

Plasmodium ovale

Der Erreger Plasmodium ovale löst die Malaria tertiana aus und gehört zu den ungefährlichen Infektionen. Hauptverbreitungsgebiete sind: Küstengebiete im westlichen Afrika, südlich der Sahara und teilweise auch in Indonesien, Vietnam und Thailand.

Plasmodium vivax

Plasmodium vivax zählt ebenfalls zu den gutartigen Erregern der Erkrankung. Da dieser Erreger jedoch sehr häufig vorkommt, ist er für viele Todesfälle der Malaria verantwortlich.

Dieser Erreger tritt häufig in Küstengebieten in tropischen und subtropischen Zonen wie Südamerika und im westlichen Pazifik auf.

Plasmodium flaciparum

Der Parasit, Plasmodium flaciparum, ist der Auslöser der tödlichen Erkrankung „Malaria tropica“ und ist somit der bedeutungsvollste Erreger.

Plasmodium knowlesi

Bei dem Erreger Plasmodium knowlesi handelt es sich um eine Sonderform der Malaria. Dieser Erreger wurde zunächst bei Affen festgestellt, was die Infektion eines Menschen jedoch nicht ausschließt. Eine Übertragung dieses Parasiten ist gefährlich und wird hauptsächlich in Waldgebieten in Malaysia, Thailand und den Philippinen beobachtet.

Malaria-Prophylaxe

Eine Malariaprophylaxe besteht aus einer Expositionsprophylaxe und medikamentöser Prophylaxe.

Als Expositionsprophylaxe wird auf eine Vermeidung von Mückenstichen konzentriert. Es sollte ein Fliegengitter an den Fenstern angebracht werden und bestenfalls unter einem Mückennetzen geschlafen werden. Mücken sind keine Fans von Klimaanlagen, wodurch auf diese eine Abhilfe verschaffen kann. Halten Sie sich während der Dämmerung nicht draußen auf. Sollte dies nicht zu vermeiden sein, sprühen Sie sich ausgiebig mit einem Mückenspray ein und bedecken Sie den Großteil Ihrer Haut.

In Reisen in ein Malariagebiet wird oft zu einer medikamentösen Behandlung oder der Mitnahme eines Notfallmedikamentes geraten. Es gibt viele verschiedene Medikamente, welche verschiedene Wirkungsmechanismen aufweisen. Ihr Arzt wird das am besten geeignete Medikament für Sie auswählen. Deutsche Medz hat folgende Medikamente für Sie im Angebot: Atovaquone/Proguanil, Doxycyclin, Lariam und Malarone. Diese Medikamente sind als Tabletten zur Vorbeugung der Malaria erhältlich. Welches Medikament für Sie am besten geeignet ist hängt vom Reiseziel, der Einnahme anderer Medikamente und Ihrer Bevorzugung der Einnahmeintervalle ab, da einige Medikamente eine längere Einnahmezeit benötigen. Eine erfolgreiche Impfung gegen Malaria ist bis jetzt nicht erfolgreich entwickelt und zugelassen worden.

Eine Behandlung für Malaria kann von Ihrem Arzt verordnet werden und weicht von den vorbeugenden Medikamenten ab.

Die Kosten einer Malaria-Prophylaxe hängen davon ab, für welches Medikament Sie sich entscheiden, wie lange sie verreisen und welche Expositionsprophylaxe Sie verwenden.