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Warum riskieren Menschen Geschlechtskrankheiten?

4. Dezember 2019

Ungeschützter Geschlechtsverkehr nimmt schon seit einigen Jahren die Überhand. Junge Menschen, insbesondere junge Frauen, lassen den Schutz weg und hoffen einfach auf das Beste. Obwohl die sexuelle Aufklärung immer besser wird, gibt es genug Menschen, die sich dazu entscheiden, das potenzielle Risiko von ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu ignorieren. Während für viele Menschen eine ungeplante Schwangerschaft die größte Sorge ist, sollte der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs oder STIs) nicht vergessen werden.   

Empfängnisverhütung

Vielen Menschen behaupten, geschützten Geschlechtsverkehr auszuüben, jedoch stellt sich hier meistens heraus, dass sich dies nur auf ungewollte Schwangerschaften bezieht. Eine Umfrage der Zeitschrift Cosmopolitan hat ergeben, dass 62% der Frauen Empfängnisverhütung verwenden. Hier ist die Pille die beliebteste Option, gefolgt von anderen Verhütungsmitteln wie der Spirale, Injektion und dem Vaginalring. Die meisten dieser Methoden sind bei korrekter Anwendung über 99% effektiv, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die meisten Frauen diese Methoden zur Schwangerschaftsverhütung verwenden.

Trotzdem ist ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Anwendung der Pille, Spirale oder anderen Methoden bedenken müssen, dass Sie zu 99% gegen eine Schwangerschaft geschützt sind, jedoch 0% gegen eine Geschlechtskrankheit.

Während die Anwendung von Empfängnisverhütung verantwortungsbewusst ist und den Bedarf für die „Pille danach“ oder Abtreibungen reduziert, spielen sexuell übertragbaren Erkrankungen eine ausschlaggebende Rolle bei der sexuellen Gesundheit und sollten nicht vergessen werden.

Die große Auswahl und Wirksamkeit der Empfängnisverhütungsmittel geben Frauen das Gefühl, „geschützt“ zu sein, wenn Sie Geschlechtsverkehr haben. Es ist jedoch trotzdem wichtig, Kondome zu verwenden, um sexuell übertragbare Infektionen zu vermeiden. Wenn Sie daran denken, dass Chlamydien oftmals keine Symptome verursachen, jedoch zu Unfruchtbarkeit führen können, und Genitalwarzen und HIV nicht heilbar sind und Sie damit Ihr restliches Leben zurechtkommen müssten, werden Sie verstehen, dass es wichtig ist, sich davor zu schützen.

Warum verwenden einige Menschen keine Kondome?

Zum Schutz vor einer sexuell übertragbaren Krankheit, sind Kondome für Männer wie Frauen oder Männer die einzige Option. Bei korrekter Anwendung schützen Kondome Sie 99% der Zeit vor Geschlechtskrankheiten, sowie ungewollter Schwangerschaft. Warum entscheiden sich trotzdem so viele Menschen gegen ein Kondom?

Hierzu kann die Beliebtheit anderer Empfängnisverhütungen beitragen, wodurch sich viele „geschützt“ vor einer Schwangerschaft fühlen und deswegen den Geschlechtskrankheiten keine Beachtung schenken, auch wenn Sie dies tun sollten. Ein weiterer Faktor dafür könnte die Minderung der Sensibilität beim Geschlechtsverkehr sein, wodurch viele Menschen der Anwendung abgeneigt sind. Jedoch gibt es ständig Weiterentwicklungen bei den Kondomen. Es gibt sie mit Riffeln oder Noppen, sowie extrafeine Kondome für größeres Vergnügen beim Sex. Und denken Sie daran: Egal wie gut der Sex ist - er ist keine Geschlechtskrankheit wert.

Weitere Gründe für die mangelnde Nutzung von Kondomen könnten sein, dass Menschen sich schämen, das Thema anzusprechen (besonders bei einem neuen oder zwanglosen Partner) oder dass sie unbeholfen beim Aufziehen des Kondoms sind und ihnen dies peinlich ist. Allerdings ist die sexuelle Gesundheit ein wichtiges Thema, und Sie werden wahrscheinlich zustimmen, dass Ihr Sexualpartner davon Ahnung haben sollte.

Wie teste ich mich auf Geschlechtskrankheiten?

Haben Sie kein Kondom benutzt und fürchten jetzt, dass Sie sich eine Geschlechtskrankheit eingeholt haben? Was sind die nächsten Schritte? Sich auf Geschlechtskrankheiten testen zu lassen ist schnell, einfach und für den meisten Teil schmerzfrei.

Sie müssen mindestens zwei Wochen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr warten, um sich auf Chlamydien und Gonorrhö testen zu lassen (der Test kann Ihnen anderenfalls ein falsches Ergebnis anzeigen). Der Test wird bei Frauen mit einem einfachen Tupfer gemacht, der in die Scheide eingeführt wird. Bei Männern handelt es sich um einen Urintest. Manchmal wird auch bei Männern ein Tupfer-Abstrich benötigt, welcher in die Harnröhre geschoben wird. Dies kann unangenehm sein, sollte jedoch keine Schmerzen verursachen. Der Test kann bei Ihrem Hausarzt, Frauenarzt, Facharzt für Geschlechtskrankheiten oder bequem zuhause mit einem STD-Heimtest durchgeführt werden. Der STD-Heimtest ist unkompliziert, die Ergebnisse sind verlässlich, und er erspart Ihnen die Peinlichkeit, mit einem Arzt über Ihre sexuelle Gesundheit sprechen zu müssen.

Um für HIV oder Syphilis zu testen, wird ein Bluttest benötigt, aber die benötigte Blutmenge ist gewöhnlich sehr gering. Der Bluttest kann mit einem Stich in den Finger durchgeführt werden, und es muss kein Blut aus der Armvene entnommen werden.

Sie müssen eine gewisse Zeitspanne nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr einhalten, bevor Sie ein zuverlässiges Ergebnis erhalten können. Idealerweise sollten Sie bei Chlamydien und Gonorrhö zwei Wochen und bei Syphilis 12 Wochen warten, bis Sie einen Test durchführen, um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen.

HIV gestaltet sich etwas komplizierter. Sie können den Test schon nach vier Wochen durchführen, es wird jedoch geraten, einen wiederholten Test nach drei Monaten durchzuführen, um eine Infektion komplett auszuschließen. HIV-Antikörper können sich schon nach vier Wochen bilden, können sich jedoch auch bis zu drei Monate Zeit lassen. Dies bedeutet, dass ein Test nach drei Monaten aussagekräftiger ist und Ihnen ein sicheres Ergebnis gewährt. Sie können diese Tests bei Ihrem Haus- oder Facharzt oder in einem Gesundheitszentrum durchführen lassen.

Für Erkrankungen wie Genitalherpes oder Genitalwarzen gibt es keine Standarttests zur Diagnose. Dies liegt daran, dass es diese Erkrankungen selten symptomfrei sind, und Sie schnell feststellen können, ob Sie sich infiziert haben. Genitalwarzen bilden stecknadelkopfgroßen Knötchen mit rötlich-bräunlicher oder weißlicher Färbung im Genitalbereich, während sich Genitalherpes durch juckende Hautbläschen im Genitalbereich bemerkbar macht. Wenn Sie eines dieser Symptome beobachten, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Sollten Ihr Test für eine sexuell übertragbare Erkrankung positiv ausfallen, müssen Sie die Erkrankung unbedingt behandeln. Die Behandlung von Gonorrhö oder Chlamydien involviert die kurzzeitige Einnahme eines Antibiotikums, welches die Bakterien und damit die Infektion bekämpft.

HIV und Genitalherpes sind hingegen lebensbegleitende Krankheiten, d.h. sie sind nicht heilbar, aber können mit Medikamenten behandelt werden, um sie unter Kontrolle zu halten. Wir bieten auf Deutsche Medz Medikamente für die Behandlung von Genitalherpes an; über Ihre HIV-Behandlung sollten Sie jedoch mit Ihrem Arzt sprechen.