Wie lange dauern die Wechseljahre und was kann ich dagegen tun?

    Vom Zeitpunkt der Pubertät bis hin zur letzten Periode, bemerken alle Frauen hormonelle Höhen und Tiefen des Körpers. Dieses komplexe Zusammenspiel der Hormone setzt sich bis Mitte/Ende des 40. oder Angang des 50. Lebensjahres fort.

    Die Wechseljahre, auch Menopause genannt, werden in drei Phasen eingeteilt, Prä- Peri- und Postmenopause. Die Prämenopause beginnt meist Anfang bis Mitte des 40. Lebensjahres. In der Prämenopause verringert sich die Hormonproduktion und die Fruchtbarkeit sinkt. Die Perimenopause tritt durchschnittlich im 47. Lebensjahr auf und hält für ungefähr 4 Jahre an. Die Postmenopause startet ein Jahr nach Ihrer letzten Regelblutung.

    Wie lange dauern die Wechseljahre?

    Es gibt keine genauen Zeitangaben, für die Andauer der Wechseljahre. Die Wechseljahre dauern meist 5 bis 15 Jahre. Jedoch hat eine US-Studie gezeigt, dass die Wechseljahre im Durchschnitt 7,4 Jahre andauern. Beschwerden der Wechseljahre, wie Hitzewallungen, Nachtschweiß und Stimmungsschwankungen dauern in der Regel zwischen 6 Monate und 2 Jahre. Verlässliche Studien gibt es jedoch diesbezüglich noch nicht.

    Beschwerden der Wechseljahre

    Der Zyklus der Hormone verändert sich langsam Mitte des 30. Lebensjahres, wobei Beschwerden meist erst Mitte des 40. beginnen, wenn Frauen in ihre Perimenopause kommen. In dieser Zeit fangen wichtige Hormone wie Östrogen, Progesteron und Testosteron, an zu schwanken. Des Weiteren sinken Hormone wie Wachstumshormone, DHEA und Schilddrüsenhormone. Die Perimenopause dauert an bis Ihre Regelblutung stoppt, was als Menopause bezeichnet wird.

    Vorzeitige Wechseljahre können z.B. durch die Entfernung der Eierstöcke auftreten, wodurch die Wechseljahre plötzlich beginnen. Dieser Eingriff kann in jedem Alter vorgenommen werden und bedürft keine Hormonersatztherapie. Die Symptome des Hormonungleichgewichtes fallen jedoch sehr stark aus.

    Auch wenn Ärzte die Wechseljahre manchmal wie eine Erkrankung behandeln, wissen Frauen, dass sie eine natürliche und unausweichliche Veränderung von einer Lebensphase in die andere ist. Die Pubertät ist der Beginn der fruchtbaren Jahre und die Wechseljahre sind das Ende dieser.

    Während der Peri-Menopause, der Zeitpunkt an dem Frauen Veränderungen bemerken, haben Frauen immer noch einen menstrualen Zyklus. Dieser wird in der Regel nur unregelmäßiger und kann zwischenzeitlich, durch Schwankungen des Hormonspiegels, zum Ausfallen der Periode kommen. Dies ist nur ein Symptom der Menopause, weitere Symptome sind:

    • Hitzewallungen

    • Nachtschweiß

    • Schlafstörungen

    • Trockenheit und Hautverdünnung, insbesondere in der Scheidenregion

    • Verringerter Libido und Empfindlichkeitsverlust bei Stimulation

    • Haarverlust

    • Angstzustände

    • Vergesslichkeit oder Verschlechterung von Alzheimer

    • Depression und andere Stimmungsschwankungen

    Weitere Symptome sind ein potenzieller Dichteverlust der Knochen und ein höheres Risiko an Herzkreislauferkrankung zu erkranken.

    Ein Verlust der Knochendichte ist eine der gefährlichsten Auswirkungen auf Ihre langfristige Gesundheit.

    Unsere Knochen bestehen aus Zellen, die neues Knochengewebe wachsen lassen und alte Knochen auflösen (wieder absorbieren). Dieser Prozess findet während Ihres gesamten Lebens statt. Östrogen, Progesteron und Testosteron helfen unserem Körper, Kalzium aus dem Darm aufzunehmen. Östrogen verlangsamt den Mechanismus von Zellen, die für den Abbau von Knochen zuständig sind.

    Progesteron und Testosteron stimulieren Zellen, die Knochen bilden. Während der Wechseljahre können Frauen, durch abnehmende Hormone, jedes Jahr 1 bis 6 Prozent ihrer Knochenmasse verlieren. Dies tritt vermehrt in Bereichen mit schnellerem Knochenwachstum, wie der Wirbelsäule auf.          

    Hormonersatztherapien

    Ihr Arzt will Ihnen mitteilen, wie Sie Ihre Hormonersatztherapie einnehmen sollen.

    Prä-Menopause

    Während der Prä-Menopause fangen die Hormone langsam an zu schwanken. In dieser Zeit kommen Sie meist gut mit freiverkäuflichen, pflanzlichen Östrogen und Progesteron (Gestagen) Creme aus. Wenn Ihre Hormone, nach gewisser Zeit, weiter sinken, sollten Sie einen Arzt bezüglich Ihrer Beschwerden aufsuchen. Sie werden selbst merken, wann die pflanzlichen Produkte nicht mehr für Sie wirken und Ihr Arzt kann Ihnen dementsprechend eine passende Hormonersatztherapie empfehlen, welche Ihre Schmerzen lindert und ein Gleichgewicht der Hormone schafft.

    Die Einnahme von hormonellen und pflanzlichen Präparaten in verschiedenen Stadien der Wechseljahre, kann wie folgt ablaufen:

    Pflanzliche Östrogen und Progesteron Creme

    Pflanzliche Östrogen und Progesteron Creme sind für Ihre Prä- und frühe Perimenopause geeignet. Diese Medikamente sind rezeptfrei und können meist in Ihrer lokalen Apotheke oder online erworben werden.

    Östrogen/Progesteron

    Es gibt Hormonersatztherapien mit Östrogen und Progesteron. Hierzu zählen Evorel und Elleste Solo (Östrogen) und Elleste Duet (Progesteron) für Ihre mittlere Peri-Menopause. Diese Medikamente bedürfen eine Rezeptausstellung.

    Östrogen, Progesteron & Testosteron

    Für Ihre späte Peri-Menopause können Sie Testosteron Gel verwenden, welche jedoch nicht ohne Absprache mit einem Arzt verwendet werden sollte. Für dieses Medikament benötigen Sie ebenfalls ein Rezept. Das Medikament wird in dem Fall nur „Off-Label“ verschrieben, was bedeutet, dass es nicht offiziell für diese Behandlung zugelassen ist.

    Im Allgemeinen gibt es viele Medikamente und Nahrungsergänzugsmittel, die Ihnen Erleichterung in Ihren Wechseljahren schaffen können. Sollten Bei Ihnen Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen, verringerte Libido und Haarverlust auftreten, wenn Sie 40 Jahre oder älter sind, raten wir Ihnen dazu mit Ihrem Arzt über Hormonersatztherapien zu sprechen.

    Wir sind für Sie da

    Unser Kundendienst ist Montag bis Freitag 9 - 17 Uhr für Sie da. Falls Sie dringende medizinische Hilfe brauchen, rufen Sie bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst an, Tel. 116 117